Kinderrechte stärken

Alle Menschen haben Rechte. Kinder haben jedoch besondere Bedürfnisse, wenn es um Förderung, Schutz, Mitbestimmung und Entwicklung geht. 

Alles, was wir tun, entspringt der Grundidee, dass die Kinderrechte in unserer Gemeinde stärker beachtet und gefördert werden, damit jedes Kind die Möglichkeit hat, sich sicher, frei und selbstbewusst zu entwickeln.

Wir unterstützen deshalb: https://kinderrechte-ins-grundgesetz.de/

Der Lernpfad für Kinderrechte in Bispingen

Dieser Pfad bietet Kindern und Erwachsenen gleichermaßen einen Zugang zu kinderrechtlichen Grundsatzthemen – und zwar optisch ansprechend, didaktisch versiert, spielerisch und lebensraumnah. Das Konzept ist an die allseits bekannten „Trimm-dich-Pfade“ angelehnt und funktioniert in ähnlicher Weise: Spazierende stoßen auf ein in der Öffentlichkeit installiertes Schild und finden darauf raumbezogene, erlebnisorientierte Informations- und Spielangebote, in diesem Fall bezogen auf die Kinderrechte. Damit sind solche Lernpfade eine einfache und effiziente Möglichkeit, für Kinder und Begleitende, sich kinderrechtlichen Themen spielerisch zuzuwenden. Die Lerninhalte sind dauerhaft zugänglich und können jederzeit mit Kindern besucht und vor allem sinnlich erlebt werden. An jeder Station bieten die von Teresa Linke entworfenen Schilder eine kurze Einführung und ein Lernangebot zu kinderrechtlichen Fragen.

 

Zwei Kinder durchschneiden das Band zur feierlichen Einweihung des Kinderrechtepfades.

© H.Hemmen Photo

„Wir hoffen, dass der Lernpfad möglichst viele Menschen dazu anregt, auf die Kinderrechte aufmerksam zu werden.“ 
Cornelia Baden, 1. Vorsitzende

Patenschaften für Kinderrechte

Der Verein Bispingen für Kinder e.V. hat zusammen mit 10 Paten den Kinderrechtepfad in Bispingen errichtet.

AWO-Hortgruppe

Mein Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung

DRK Kita+Rettungsdienst

Mein Recht auf Gesundheit

Mein Recht auf Förderung bei einer Behinderung

EC/LKG+Bispinger Keiler

Mein Recht auf Schutz vor Gewalt

Gemeinde Bispingen

Alle Kinder haben die gleichen Rechte

Gemeindejugendring

Mein Recht auf Medien und Information

Kinder- und Jugendfeuerwehr

Mein Recht auf Beteiligung

Kita Wirbelwind

Mein Recht, meine Rechte zu kennen

Schule Bispingen

Mein Recht auf Bildung

Touristinformation 

Mein Recht auf Privatsphäre

Hier ist der Kinderrechtepfad zu finden

Der Kinderrechtepfad ist entlang der Route Bi2 (Kleine Heiderunde) im Ortsteil Bispingen zu finden
https://www.bispingen.de/tour/bi2-kleine-heiderunde-durch-bispingen

Besuch der Landtags-präsidentin

Hanna Naber zu Gast in Bispingen

Hanna Naber besucht auf ihrer Sommerreise 2025 besondere Demokratieprojekte in Niedersachsen. Da ist sie auch auf den Kinderrechtepfad in Bispingen aufmerksam geworden. Begleitet von einer Gruppe Schülerinnen und Schülern der GOBS Bispingen, dem Bürgermeister Jens Bülthuis, dem Landrat Jens Grote und den Vorstandsmitgliedern Katja Ullrich, Nicolai Welke und Cornelia Baden vom Verein Bispingen für Kinder e.V. informiert die Landtagspräsidentin sich über das Projekt. "Toll, dass die Gemeinde in so einer Gemeinschaft diesen Pfad errichtet hat. Das untersützt gelebte Demokratie für Kinder und Erwachsene", freut sich Hanna Naber. (C.Baden, 16.09.2025)

Die UN-Kinderrechtskonvention betont die Bedeutung der Kinderrechte als Grundlage für ein kinder- und familienfreundlicheres Land. 

Jedes Kind hat Rechte.

Weltweit festgeschrieben sind die Kinderrechte in der UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN/UNO) verabschiedet und heute von den meisten Staaten der Erde ratifiziert worden ist, woraus sich eine universelle Verbindlichkeit der Kinderrechte ableiten lässt. 

Dieser Beschluss war das Ergebnis eines jahrzehntelangen Prozesses nach dem Zweiten Weltkrieg, an dessen Anfang die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1948 stand. 
(quelle:wikipedia.org)

Mit der Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz kann die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gestärkt werden, der Vorrang des Kindeswohls in staatlichen Entscheidungen gesichert und kindgerechte Lebensbedingungen geschaffen werden.

Mehr über die Kinderrechte und Infomaterial gibt es bei UNICEF (Kinderrechtsorganisation der UNO) und beim Deutschen Kinderhilfswerk.

Am 16. September 2019 organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung in Bispingen eine Veranstaltung mit dem Titel „Perspektive für Kinder“. 

Moderatorin Dr. Birgit Mangels-Voegt (von links) diskutiert im Küsterhaus mit Cornelia Baden, Dirk Roßmann, Sebastian Zinke und Daniela Rump über Kinderrechte. Foto: Eske Hansen

Für die Böhme-Zeitung berichtete Eske Hansen:

Perspektive für Kinder

„Es darf nicht sein, dass die Postleitzahl über die Bildung eines Kindes Auskunft gibt“, eröffnete Alexander Bodenstab von der Friedrich-Ebert-Stiftung die Veranstaltung mit einem Zitat von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Chancengleichheit war einer der Punkte, die im Laufe des Abends immer wieder zur Sprache kamen. Viel entscheidender als Geld seien liebevolle Eltern, machte Unternehmer Dirk Roßmann seinen Standpunkt deutlich. Er warnte davor, nicht zu viel von der Aufnahme der Kinderrechte in die Grundrechte zu erwarten. Wichtiger sei, was innerhalb der Gesellschaft passiere und dass eine lebendige Diskussion entstehe.

Kinder seien oft von politischen Entscheidungen betroffen, bei denen sie nicht mitreden dürften. Doch die aktuellen Demonstrationen „Fridays for Future“ zeigten, dass Kinder und Jugendliche mitreden wollten, führte Bodenstab aus. Kinderrechte wurden zum Teil in der niedersächsischen Landesverfassung aufgenommen, informierte SPD-Politiker Zinke. Nun müssten die mit Leben gefüllt werden.

UN-Konvention ist für Deutschland verpflichtend

Daniela Rump vom Kinderschutzbund erläuterte den rund 20 Gästen die aktuelle Situation. Seit 1992 gebe es die UN-Kinderrechtskonventionen, deren Einhaltung auch in Deutschland verpflichtend ist. In der deutschen Verfassung seien Kinder aber keine Grundrechtsträger. Das müsse sich ändern, schließlich seien Kinder die Zukunft, so Rump.

In der Diskussion stellte Cornelia Baden, 1. Vorsitzende des Vereins "Bispingen für Kinder e.V." heraus, dass Kinder immer in Abhängigkeit von Familien erwähnt werden und nicht als Individuum. Wenn es bei Bauvorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung gebe, warum würden dann nicht die Kinder mit einbezogen? „Wir brauchen den Blickwechsel“, erklärt Baden.

Die Grenzziehung durch die Eltern sei aber weiterhin wichtig, erklärte Zinke. Bei grenzenlosen Möglichkeiten würde sein zwölfjähriger Sohn stundenlang vor dem PC sitzen. Er wolle auch den Eltern nicht ihre Erziehungspflicht absprechen.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsene“, sagte Munsters Bürgermeisterin Christina Fleckenstein, denn sie hätten andere Bedürfnisse. Sie berichtete aus der kommunalpolitischen Praxis, dass Kinder erfolgreich in die Spielplatzgestaltung miteinbezogen würden. Einen Kinderbürgermeister hätte die Stadt Munster allerdings abgeschafft. Das gleiche Format wie bei Erwachsenen funktioniere bei Kindern nicht, erläuterte sie. Stattdessen sollten Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitsprechen können.

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